MonacoBagage – Pressestimmen

MonacoBagage


Furioser Auftakt des Sommer-Brettls

„Monaco Bagage“ begeistert mit seiner Hommage an Fredl Fesl

Die Stehlesmühle in Vorderried bietet für Sommerveranstaltungen seit Jahren ein besonderes Ambiente, natürlich erst dann, wenn sein Besitzer Xaver Röder und die Mannschaft der Kleinkunstbühne Lauterbach in tagelanger Arbeit das Warenlager für landwirtschaftliche Produkte in einen historischen Mühlensta-del verwandelt haben.
Auch für heuer plante die Kleinkunstbühne exzellentes Sommertheater. Den Anfang machte am Wochenende die „Monaco Bagage“, vier Vollblutmusiker, die sich seit Jahren dem Musikkabarett verschrieben haben und dieses Mal die Kultlieder des unvergessenen bairischen Barden Fredl Fesl in neuen musikali-schen Kleidern anboten. Wie sie Fesls Königs- und Anlassjodler, das Gämsen-Lied, den Ritter Hadubrand oder „Die Sennerin von der Alm“ mit neuen musikalischen Variationen und instrumentaler Vielfalt in ein mitreißenden Spektakel verwandelten, riss die Besucher immer wieder zu Beifallsstürmen hin.

Oft und gern werden Musiker, die sich so traditionellen Instrumenten wie Akkordeon, Tuba, Kontrabass oder Geige verschrieben haben, in die Klischee-Ecke von volksdümpelndem „Heile-Welt-Gedudel“ gerückt. Nicht so die MonacoBagage. Andy Arnold, Johann Bengen, Martin Deubel und die grandiose Miene Costa zelebrieren Fesls Lieder in einer grandiosen und tolldreisten Musik-Collage, von bayerisch-zünftiger Blasmusik über schräg-schmissigen Jazz bis hin zu schmelzenden Geigenklängen im Walzertakt. Und dazwischen bringt die Miene Costa den Bass zum Brummen oder steppt „auf Teufel komm raus“, so dass im blankgeputzten Mühlenstadel die letzten Staubkörner durch die Luft wirbeln. Fredl Fesl hätte seine helle Freude an den neuen Kleidern seiner Lieder gehabt, wäre er dabei gewesen. Doch seine Krankheit hielt ihn auf seinem Hof bei Altötting fest.
So blieb es dem begeisterten Publikum vorbehalten, mit den vier musikalischen Kabarettisten Fredl Fesl in seinen „Heimatliedern aus meiner niederbayerischen Heimat Niederbayern“ zu feiern. Erst nach mehreren Zugaben endete eine ungemein abwechslungsreiche, witzige und auch dem Nonsens nicht abgeneigte Bühnenshow.


mas in: Wertinger Zeitung | 3.7.2012


Gesindel mit Talent und Witz

Von Blues, Blas- und Volksmusik über Jazz und Gipsy-Swing bis zu Klassik reicht die Bandbreite der MonacoBagage

"MonacoBagage" - ein Musik-Kabarett mit jeder Menge (un-sinnigen) Überraschungen im Gepäck, wirbelte mit multikulturellem Charme über die Bühne der Zehntscheuer in Süßen. Bitte mehr davon.
Bagage aus Monaco? Gesindel aus dem Fürstentum? Und das soll unterhaltend sein? "Gell, ich habe nicht zu viel versprochen, die sind doch richtig spitze", hakt eine Zuschauerin nochmal nach, ob es ihrer Begleitung ebenso gut wie ihr gefällt. Und die Dame hat nicht zuviel versprochen. Die Fangemeinde des herrlichen Quartetts jedenfalls dürfte an diesem Abend um einiges gewachsen sein.
Kabarettistische Comedy, komödiantisches Kabarett, musikalisches Theater, theatralische Musikperformance, melodischer Qualitätsquatsch - das alles zusammen ergibt eine schubladensprengende Multikunst. Damit werben MonacoBagage nicht nur auf Suaheli. (....)
Ein begeistertes Publikum honorierte mit viel Beifall eine tolldreiste Musik-Collage, die das Gesindel mit dem Herzen Bayerns im Gepäck so einzigartig macht.

Sabine Ackermann in: NWZ | 24.3.2012


Mehr Integration geht nicht

Ihr Gepäck ist schwerelos leicht und doch vollgepackt mit lebensnotwendigen Utensilien: mitreißende Musikalität, kabarettistische Schurkerei, bezwingendem Sinn für's Komödiantische und herzerfrischender Spontaneität

(...) Alles wird so leichtläufig und amüsant vorgetragen, dass die kulturellen Grenzüberschreitungen völlig selbstverständlich erscheinen. Eine Sprachbarriere gibt es nicht. Das bayerische Idiom passt sich jedwedem Rhythmus an. (...)
Dass das Quartett Sinn für Situationskomik an, bewies die ausgefallene Batterie der Geige. "Batterie kaputt", frotzelte Miene Costa im türkischen Sprachduktus. Die Weltsprache Englisch durfte auch nicht fehlen: Zum letzten Mal heizte die Münchner Bagage das Publikum als "fuckin' little Roch'n Roll-Band" an. Dafür und für einen furiosen Musikabend gab es tosenden Applaus.

Dr. Bärbel Schäfer in: Dachauer Nachrichten | 27.2.2012


"Weil i net mog..."

Die MonacoBagage spielte Fredl Fesl in der Traunsteiner Kulturfabrik NUTS

Schön wär's, wenn es nur daran liegen würde, dass er nicht mehr mag, der Liedermacher Fredl Fesl... Aber leider ist dem nicht so ... (..)
Mehr als schön also, dass sich die MonacoBagage mit ihrem neuen Programm "MonacoBagage plays Fredl Fesl - alles außer Gitarre" diesem einzigartigen Liedermacher angenommen hat. Wobei von Werktreue allerdings keine Rede sein konnte. Aber Werktreue ist bekanntlich eh nur ein anderer Ausdruck für Faulheit, und von Letzterem konnte erst recht nicht die Rede sein. Denn was die vier Multitalente Miene Costa, Andi Arnold, Johann Bengen und Martin Deubel bei ihrem Auftritt in der ausverkauften Traunsteiner Kulturfabrik NUTS boten, war ein mitreißender, so origineller wie abenteuerlicher Grenzgang zwischen Interpretation und eigenständiger Weiterentwicklung, dass selbst Fesl-Kenner mitunter ihre liebe Not gehabt haben dürften, die entsprechenden Vorlagen zu entziffern.
Stimmlich versiert und mit einem Instrumentarium, das von Tuba über Saxofon, Kontrabass, Klarinette, Geige, Akkordeon und Schlagzeug reichte, rückten die vier Musikkabarettisten u.a. dem "Königsjodler", dem "Glockensong" oder dem Fußball-Lied" ausgelassen und mit viel Witz auf den Leib und verpassten den Hits des Altmeisters eine Frischzellenkur, die sich gewaschen hatte. Mit kräftigen Bläsereinsätzen, schwellender Akkordeondramatik, entrücktem Geigenspiel und knalligen Drums, gepaart mit beherztem, häufig vielstimmigem Gesang und ergänzt von Miene Costas furiosen Slapstickeinlagen, brachten sie die "melankomischen" Lieder Fesls saukomisch auf den Punkt.
Ob als Kleinstoperette oder als dramatisches Singspiel , ob mit Anleihen bei Country oder mit jazzigen Klängen, ob zart melodisch oder mit treibenden Beats, sie alle waren wieder präsent, der "Ritter Hadubrand" ebenso wie die "Drei Musketiere" oder das "Pferd mit den vier Beinern". Einfach unwiderstehlich und nix da mit "Weil i net mog". Und da der Auftritt der MonacoBagage, eine Vorpremiere übrigens, zufällig auf den 13. Geburtstag des NutS fiel, kann ich abschließend nur sagen: Eine schönere Geburtstagsüberraschung ist schwer vorstellbar.

Wolfgang Schweiger in: Traunsteiner Tagblatt | 1.2.2012


MonacoBagage in musikalischer Bestform

Belebend origineller Stil-Mix

Wollte man MonacoBagage in eine stilistische Schublade stecken, würde die glatt explodieren. Das Material, das soviel Temperament, geballter musikalischer Originalität und Lust am Spiel standhält, muss erst noch erfunden werden.
Weit mehr als die humorvollen Einlagen machen ihr außergewöhnliches Rhythmusgefühl, ihr Gespür für melodische Gags und die Perfektion, mit der sie instrumental aufeinander eingeschworen sind, die Truppe zu etwas Besonderem. Auch in Unterpindhart ritzt Miene Costa messerscharfe Arien ins Trommelfell (genial ihre Königin der Nacht), steppt mit der Geschwindigkeit eines Maschinengewehrs und schießt ansonsten feurige Blicke in den Saal. Wo ihre Mimik überbordet, packt Martin Deubel sein Pokerface aus und lässt stattdessen Trichtergeige und Puppenklavier sprechen - wenn er nicht gerade hintersinnige Gedichte zum Besten gibt. Andi Arnold, der Revoluzzer von "freers" (die Oberpfalz lässt dialektisch grüßen) entlockt Klarinette und Saxofonen wattebauschiges Säuseln, gackernde Lacher und röhrende Inbrunst. Als "vogelwuider" Percussionist, der mit allem, was greif- und schlagbar ist, den Takt vorgibt, reißt Johann Bengen seine Zuhörer mit berauschenden Trommelsoli mit.
Wenn sie ein jazziges Take Five bayrisch infiltrieren, Rock und Flamenco vermählen, dann ist das, wie ein Besucher es formuliert, "einfach gigantisch".

| 14.9.2010


Alles, ausser gewöhnlich

Vier nicht mehr ganz junge, aber höchst gewiefte Herrschaften aus dem Bayerischen haben sich zusammengetan um einen sehr vergnüglichen Unsinn zu produzieren. Eine Dame und drei Herren - Miene Costa, Andreas Arnold, Johann Bengen, Martin Deubel - bilden die Bande aus München, die mit Lauten, Sprache und Dialekt sowie einer beachtlichen Anzahl von Zupf -, Blas-, Streich- und Schlaginstrumenten - Akkordeon und Puppenklavier sollen nicht unterschlagen werden - im Lustspielhaus ihr Publikum erfreuen.
Da geht es klezmerisch zu und ketzerisch, volksmusikalisch und hoch musikalisch, familiär und antiautoritär, indisch und kindisch, sinnig und spinnert, witzig und hitzig, kritisch und lyrisch, es ist ein Gstanzl und Gesteppe, mit Blues und Schmus, Dudlern, und Klaschern, es wird gelacht und geschafft, dass es eine wahre Freude ist. Da haben sich vier gefunden, die es musikalisch draufhaben, die witzig sind, die die besondere Sprachmelodie ihres bayerischen Dialektes zum Schwingen bringen können und die außerdem eine sparsame, aber außergewöhnliche Performance auf die Bühne bringen. Eine DVD zum Hören und Schauen, zum Lachen und Freude machen und haben

Rainer Katlewski in: Volker | Mai 2010


Es gibt nichts, was sie nicht können

Erstklassig:

In einem Abend der Superlative fetzte das " alles, außer gewöhnliche" Musikkabarett "MonacoBagage" im Winzerkeller dem Publikum drei Stunden lang sein Können um die Ohren. Zwischen aufmerksamen Zuhören und Gelächter blieb kaum Zeit zum Atmen, so temporeich geschahen die unglaublichsten Dinge auf und neben der Bühne.

Inspiriert von ihrem Einfallsreichtum drängt es die Berichterstatterin ihnen eigene Kosenamen zu verpassen. Die Lady des Ensembles: Quanta Costa ( Miene Costa), die steppende Königin der Nacht; der Prügel- Knabe "Innozenz Bäng" (Johann Bengen), der die Köpfe der Zuhörer verschonte, nicht aber ihre Gläser und Flaschen. Er drosch überdies auf Treppenstufen, Stangen, Kästen in aberwitziger Geschwindigkeit und in präzisen Rhythmen. Dortmunder Ausländer und Teufelsgeiger Martin Deubel, der weder vor einer Trichtergeige zurückschreckte noch vor akrobatischen Positionen oder einer André Rieu-Parodie. Zuletzt "Freire Arpad" Arnold, um ein wenig im Portugiesischen zu bleiben. Freire- so ähnlich klang nämlich sein oberpfälzisches "früher...", mit dem er seine Mini- Dramen einleitete. Beispiel aus der U-Bahn: " Papa warum kaufen wir eigentlich nie ´ne Fahrkarte?"

Wer was nicht spielt, ist eher aufgezählt als wer hier welche Instrumente bediente, bis hin zum erstaunlichen Puppenklavier oder Hofbesen. Ein Fotograf wurde kurzerhand selbst fotografiert, für unempfindsame Journalisten hatten sie einen roten Faden in petto. Jedoch war der hier herrschende rot Faden längst identifiziert: Es ist das vielseitig und hohe Niveau der " Bagage". Und das unendliche Repertoire, aus dem sie so mir-nichts-dir-nichts schöpfen: Take five, Pachelbel, Carmens Habanera, Offenbachs Can-Can, makedonischer Zigeuner-Pop, Klezmer, Orient - ad infinitum.

Dazu jagte eine Pointe die andere - ob linguistisch-kreative Überraschungen, Publikumsbeglückung einer erfolgsverschonten Chanseuse, musikwissenschaftliche Ausflüge, Ad-Hoc-Improvisationen, literatische Kostbarkeiten, allgegenwärtige Erotik oder aktuelle politische Sakarsmen. Eine Bagage, verpackt in perfekte Sprache, Tanz, Gesang, Mimik - da legst di nieder!

www.suedkurier.de | 27.04.2010


Ettringer Kultur im Herbst

MonacoBagage balncierte gekonnt zwischen Rap und Rock, Tango und Fango

... So richtig aus dem Häuschen gerieten die Besucher im voll besetzten Saal dann aber erst am zweiten Abend mit der "MonacoBagage". Musikkabarett nennen sich die Vier, wobei die Musik die Hauptrolle spielt. (...)
Rocken, rappen, jodeln, blödeln, steppen, spotten
Andy Arnold, Johann Bengen, Martin Deubel und die grandiose, hinreißende Miene Costa schlagen mit so viel Ausgelassenehit, Witz, Selbstironie und lustvoller Verspieltheit über die Stränge seriöser Ordnungen, dass kein Auge trocken bleibt. Sie rocken und rappen, jodeln und blödeln, steppen und spotten, dass es die reine Lust ist.
Sie mischen Tango mit Fango, Suaheli mit Boarisch oder Queen mit Gstanzeln. Sie schrecken vor keinem Nonsens zurück und opfern den Inhalt bedenkenlos der Form. Sie dürfen und können das alles, weil sie halt - Könner sind! Berstend vor Ideen und sattelfest auf ihren Instrumenten, egal, ob Klarinette, Sax, Akkordeon, Schlagzeug, Bass oder Geige, ganz zu schweigen von so absurden Sachen wie dem Plastik-Piano oder einem Mini-Drum-Set von Ikea.
Der Saal tobt und kreischt, alle sind restlos glücklich, auch die Musiker auf der Bühne!!

Eva-Maria Frieder in: Mindelheimer Zeitung | 6.10.2008


Publikum will Monaco Bagage gar nicht mehr ziehen lassen

Allround-Künstlern schlägt in Kulturfabrik Begeisterung entgegen / Szenen in exzellente Musiker verpackt

Brigitte Frank-Gauckler in: Schwarzwälder Bote